Grundlagen der Gestaltung

Grundlagen der Gestaltung in Architektur und Industrial Design

 

Erst die Wissenschaft der Neuzeit hat aus dem Experiment eine kontrollierte Anordnung erstellt, die ein Ergebnis produziert, um Behauptungen zu bestätigen oder zu widerlegen. Die ästhetische Vorgehensweise kann helfen, Forschung und Experiment wieder als zweckfreie Erkenntnistätigkeiten zu verstehen, die neues Wissen produzieren.

Es gilt daher, bei der Ausbildung zukünftiger Generationen auch Freiräume zu schaffen, die Konvention und Zweck ausblenden, um unkonventionelle Denk- und Schaffensprozesse einzuleiten.

 

Vor diesem Hintergrund versteht sich die Klasse Grundlagen der Gestaltung in den Studiengängen Architektur und Industrial Design als Inkubator, der den Studierenden des ersten Studienjahres einen geborgenen Raum für diese ersten, intuitiv-gestalterischen Schritte bietet, diese aber gleichzeitig im Laufe des Jahres zu radikalisieren und konkretisieren vermag. Durch zweckfreies, intuitives und initiierendes Spiel am Material werden die Studierenden frei von der Nötigung der Bestimmbarkeit, des instrumentellen Handelns, und ihrer Pflichten. Erst durch das Spiel, das Experimentieren, das Beobachten und das Erfassen legitimiert sich ihre Tätigkeit im Prozess und manifestiert sich in Form neuer Fragen und Ansätze ihrer eigenen Praxis.

Installation „Shiny Shimmer“
Installation „Shiny Shimmer“
Installation „Shiny Shimmer“
Vernissage der Installationsreihe „24/07“ am Black Friday 2019
Installation „Optimum“
Installation „Optimum“
Installation „Optimum“
Installation „Optimum“
Installation „Connected“
Installation „Connected“
Installation „Leftovers“
Installation „Leftovers“
Flyer Vernissage „24/07“
Publikation „24/07“
Publikation „24/07“
Publikation „24/07“
Publikation „24/07“
Publikation „24/07“
Publikation „24/07“

Diplom: 24/07

Pünktlich zum Konsum-Höhepunkt zog die Installations-Reihe “24/07″  im Rahmen der Diplomarbeit von Tina Zeltwanger am Black Friday in die GALERIE Kaufhof. Getreu dem Motto 24/07 konnte eine Installation rund um die Uhr an 7 Tagen betrachtet werden, bis sich eine neue Installation im Fenster zeigte. Vier diverse Aspekte der heutigen Konsumgesellschaft wurden bis Weihnachten beleuchtet und hinterfragt. Die gleichnamige Publikation dokumentiert in vier Kapiteln die Recherche auf offenem Papier, die eigene Auseinandersetzung hebt sich durch glänzendes Chromoluxpapier hervor. Das Projekt zielt darauf ab, das eigene Handeln in den Fokus zu rücken und Bewusstsein dafür zu schaffen.

 

1_Shiny Shimmer

(29.11.2019 – 05.12.2019 / Eröffnung 29.11 um 19 Uhr)

Elektronik steht am Black Friday hoch im Kurs — anhand des neuen iPhone 11 Slogans von Apple wird die herrschende Markenreligion hinterfragt, ein Stimmungsbarometer aufgezeigt und das Konsumglück in seinem Verlauf dokumentiert.

 

2_Optimum

(06.12.2019 – 12.12.2019)

Kontinuierlich wird optimiert, besonders an sich selbst — 100 prozentige Leistungsfähigkeit rund um die Uhr. Dabei werden Pillen geschluckt, um zu funktionieren und eine Fassade aufrecht zu erhalten, welche den Blick nach innen verschleiert.

 

3_Connected

(13.12.2019 – 19.12.2019)

Das Smartphone ist einer der wichtigsten Weggefährten unserer Zeit — vieles wird dem Gerät blind anvertraut und verschwindet in der großen Nebelwolke der Digitalisierung. Das Smartphone hält den Spiegel vor, stellt Fragen und schärft den Blick.

 

4_Leftovers

Entstanden in

mit Prof. Hans-Georg Pospischil, Prof. Hans-Georg Pospischil, Prof. Ulrike Myrzik
Schaufenster: 400 cm × 300 cm
Publikation: 16,5 cm × 23 cm

Herzlichen Dank an GALERIE kaufhof (Kai Fischer und Arthur Metz)
für die Bereitstellung der Räumlichkeiten.

Die Installationsreihe fand im Schaufenster der GALERIE kaufhof, kuratiert von Kai Fischer und Arthur Metz, statt und wurde in der Konsumhochphase 2019 von Black Friday bis Weihnachten der Öffentlichkeit präsentiert. Die tägliche Dokumentation kann auf Instagram unter @title.twentyfourseven verfolgt werden. Ebenfalls war die Arbeit während der Diplomausstellung im Februar 2020 an der Akademie der Bildenden Künste Stuttgart zu sehen. Momentan ist die Diplomarbeit auf der Shortlist des Joseph Binder Awards 2020 gelistet.